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«Wir starten, um Gruppensieger zu werden»

30hitzfeld3 Fünf Wochen verbleiben noch bis zum ersten EM-Qualispiel gegen England. Im grossen SpoWo-Interview spricht Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld über die Chancen der Nati und seine eigene Zukunft.

Ottmar Hitzfeld (61) hat sich nach Engelberg zurückgezogen. Sein Zweitwohnsitz in der Innerschweiz ist seine Sommer- und Winterresidenz. Und ausgestattet mit allem, was ein Trainer braucht. Das wichtigste Arbeitsgerät ist ein DVD-Player. «Unser Honduras-Spiel habe ich mir schon dreimal angeschaut», sagt er während des Besuchs der SportWoche. So erarbeitete sich der Lörracher seine eigene WM-Analyse. Nun studiert er England.

Fünf Wochen sind seit dem 0:0 gegen Honduras und dem WM-Aus vergangen. Fünf Wochen sind es noch bis zum ersten EM-Qualifikationsspiel gegen England. Die zwei Kilo, die Hitzfeld in Südafrika abgenommen hat, sind inzwischen wieder drauf. Die neue Saison hat auch für ihn begonnen. Hitzfeld hat Basel gegen den FCZ gesehen, Luzern, am Sonntag das Zürcher Derby.

Den ersten Regentag nutzt er, um mit der SportWoche über kommende Aufgaben zu reden.

 

Ottmar Hitzfeld, Deutschland hat seinen Trainer-Entscheid gefällt. Jogi Löw bleibt im Amt. Sind Sie enttäuscht?

Ottmar Hitzfeld: «Warum sollte ich? Das deutsche Team zählte zu den positiven Überraschungen bei der WM. Also war die Verlängerung mit Löw eine logische Folge.»

 

War es nicht Ihr Traum, die deutsche Nationalmannschaft zu übernehmen?

«Wenn es mein Traum gewesen wäre, hätte ich ihn mir 2004 erfüllen können. Nach der Euro in Portugal rief Franz Beckenbauer an, danach habe ich mich mit DFB-Präsident Mayer-Vorfelder in Sevilla getroffen und drei Tage später abgesagt. Ich war nicht reif, nach meiner Zeit in München leer und habe eine Auszeit gebraucht. Dass ich es nicht gemacht habe, war meine beste Entscheidung.»

 

Und jetzt haben Sie nicht auf einen Anruf gehofft?

«Nein, das war kein Thema. Zum einen, weil ich meine Verträge erfülle und schon vor der WM um zwei Jahre verlängert habe. Zum anderen, weil meine Arbeit hier beim SFV nicht fertig ist. Wir haben uns für die WM qualifiziert, wir haben gezeigt, dass wir einen Grossen schlagen können und immerhin dem späteren Weltmeister die einzige Niederlage beigebracht. Aber wir können, wollen und müssen uns weiterentwickeln.»

 

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